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(25.04.13) „Einerseits gibt es immer mehr stromverbrauchende Geräte wie z.B. Tablet-Computer, anderseits werden alte Geräte zwar durch effizientere ersetzt, diese sind aber, wie man am Beispiel Flachbildfernseher sieht, oft deutlich Größer und nehmen mehr Leistung auf. Ähnlich verhält es sich mit Energiesparlampen, die oft häufiger und vor allem länger brennen als ihre Vorgängermodelle. In beiden Fällen wird neue, stromsparende Technik eingesetzt, die aber dazu verleitet, mehr Energie zu verbrauchen als vorher“, sagte SNPC-Geschäftsführer Robert Krock.
Der Wärmebedarf werde zwar bis 2023 abgenommen haben, allerdings längst nicht in dem Maße, wie es wünschenswert sei und von der Regierung angestrebt werde. Die Möglichkeiten gerade privater Hausbesitzer in Wärmedämmung zu investieren wurden zu optimistisch geschätzt, so die Experten. Dr. Oliver Rottmann, geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft dazu: „Privatleute können mit ihrem Geld nicht in so langen Zeiträumen rechnen, wie öffentliche oder private Wohnungsunternehmen. Trotz historisch günstiger Finanzierungskonditionen sind die Amortisationszeiträume meist zu lang. Im Vergleich zu hocheffizienten Wärmeerzeugern und noch immer günstigen Energiepreisen rechnen sich die Investition in Dämmung einfach nicht.“
Noch deutlicher werde der Faktor „Mensch“ bei der Elektromobilität. Zwar werde bis 2023 die Zahl der Elektrofahrzeuge leicht zugenommen haben, aber der große Boom wird nicht kommen. Selbst Menschen, die ihr Fahrzeug fast ausschließlich innerstädtisch verwenden, bleiben bei Benzin, Diesel- und Gasantrieben. Das Wahrnehmung des Elektroautos als kurzatmiges, leistungsschwaches und teures Vehikel führt dazu, dass Elektroautos sich nicht in dem Maße durch-setzen wie gewünscht. Die Dominanz in der Effizienz verbesserter Verbrennungsmotoren bleibt bestehen.
Bei Stromverbrauch, Wärmebedarf und Elektromobilität werde deutlich: Die Energiewende ist nicht nur ein technisch getriebenes Projekt. Wenn es nicht gelingt, die gesellschaftlichen Anforderungen mit der gleichen Sorgfalt zu begleiten, wird die Energiewende weit hinter ihren technischen Möglichkeiten zurückbleiben, so die Studienmacher.
Quelle: SNPC / EPID
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